Podcast-Thema: Führungsjobs aufteilen - Geht das überhaupt?

Was es mit #Teilzeitführung auf sich hat und was neue Arbeitsmodelle für die #Vereinbarkeit bedeuten, darüber durfte ich mit Ornella Luna Wächter, Redakteurin bei der Tiroler Tageszeitung, in ihrem #gutzuwissen-Podcast sprechen. Ich freue mich sehr darüber und auch über die Artikel, die rund um den Weltfrauentag zu diesem Thema entstanden sind.

"Das ist uns zu aufwändig. Das macht es nur kompliziert. Wer will schon zwei, die anschaffen! Wie soll das überhaupt gehen?"

Den ein oder anderen Satz höre ich bei Gesprächen über Jobsharing oder Topsharing. Und ja, es ist nicht einfach. Trotzdem: Besser jetzt damit anfangen, denn der Arbeitsmarkt ist im Umbruch. Deshalb setze ich mich dafür ein, dieses Thema im DACH-Raum bekannter zu machen. Denn es gibt genügend Unternehmen, die mit dem Fachkräftemangel kämpfen. Ein mögliche Lösung ist: Zwei Köpfe, eine Stelle 

Über Herausforderungen und Vorteile durfte ich mit der Tiroler Tageszeitung im Gutzuwissen-Podcast  zu sprechen. 

Weshalb Shared Leadership so wichtig ist

Jobsharing und Shared Leadership bieten viele neue Perspektiven für Menschen und Unternehmen. Es ermöglicht mehr Vereinbarkeit, also weniger Karrierebrüche nach Karenzen (das betrifft insbesondere Frauen). Und erweitert den Pool an qualifizierten Fachkräften und erhöht die Mitarbeiterbindung. 

Für neue Arbeitsmodelle müssen jedoch alte Strukturen aufgebrochen werden. Was in jungen Unternehmen vielleicht schon längst angekommen ist, sickert in traditionellen Unternehmen erst langsam durch. Etwas Neues auszuprobieren, ist also immer mit Anstrengungen verbunden. Die größte Herausforderung ist wohl, dass flexible Arbeitsmodelle eine neue Sicht auf Führung brauchen. Jobsharing erfordert ein hohes Maß an Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen den Jobpartnern und von den Vorgesetzten. Die Kandidaten sollten in der Lage sein, Vertrauen aufzubauen, sich gegenseitig zu unterstützen und konstruktiv zusammenzuarbeiten, um die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Und die Führungskräfte sollten eine Arbeitskultur des Vertrauens pflegen.

Was bringt es also Unternehmen, eine Stelle mit Führungsaufgabe aufzuteilen?

Was bringt es Mitarbeitenden?

Flexible Arbeitsmodelle ermöglichen es Mitarbeitenden in verschiedensten Lebensphasen, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Durch die Teilung einer Vollzeitstelle können Eltern beispielsweise ihre Kinderbetreuung besser organisieren oder sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, ohne dabei auf ihre Karriere verzichten zu müssen. Das führt zu einer höheren Mitarbeiterbindung und verringert die Fluktuation, was langfristig die Kosten für die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter senkt.

Über weitere Gründe habe ich hier geschrieben. Und hier gibt es ein Statement zum Thema Arbeitsmarkt und Frauen aus der Politik. Denn noch bedeutet Familiengründung, sich zwischen Erfolg und Carearbeit entscheiden zu müssen. Es zeigt, das Bewusstsein ist da, die Umsetzung ist zu langsam. Und es fehlen noch weitere Parameter: die Sensibilisierung für generationenübergreifendes Denken sowie eine gerechte Entlohnung und faire Arbeitsgestaltung in Pädagogik, Bildung und Pflege. Denn ist die Basis stark, dann können darauf andere Menschen aufbauen.

Und das schafft Vertrauen.

#jobsharing #gleichwertig #leadership #sharedleadership #newwork #vereinbarkeit

Kategorie: Training, Work-Life-Balance

Datum: 10.03.2024

Gabriele Strasser-Kreil, MTD - Trainings für Entwicklung und Veränderung
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