Wenn ich an Macht in der Arbeitswelt denke, beschleicht mich oft ein Gefühl, das schwer zu beschreiben ist. Macht wirkt unangenehm, wir erleben sie meist negativ – und sie gehört zu den sensibelsten Themen im Führungsalltag. Viele Frauen in Führungspositionen erleben, dass ihr Handeln anders bewertet wird – nicht, weil ihnen Kompetenz fehlt, sondern weil Macht ungleich verteilt und unterschiedlich wahrgenommen wird.
Wie Frauen in Führung Macht oft erleben
Wir ordnen Führungskompetenz und Einfluss aufgrund bestimmter Merkmale zu – und diese Merkmale sind oft geschlechtsspezifisch geprägt:
Dieses Ungleichgewicht erzeugt oft ein Gefühl von Ohnmacht – als stünde man einem System gegenüber, das sich nicht ändern lässt. Für diese Ohnmacht gibt es ein wirksames Gegenmittel: Wissen über die Mechanismen und Spielarten von Macht in Organisationen. Dieses Verständnis erlaubt es, Situationen aus einer übergeordneten Perspektive zu betrachten, Dynamiken zu erkennen und handlungsfähig zu bleiben – selbst in komplexen Führungssituationen.
Macht als Gestaltungskraft in der Führung
Macht in der Führung muss nicht moralisiert werden. Sie ist eine Gestaltungskraft: etwas, das bewusst eingesetzt werden kann – ohne sich zu verbiegen oder lauter werden zu müssen. Führungskräfte erleben Macht zum Beispiel, wenn ein Projekt erfolgreich abgeschlossen wird, wenn Teams Ziele erreichen oder wenn Entscheidungen wirksam umgesetzt werden – kurz: wenn Selbstwirksamkeit spürbar wird.
In ihrer positiven Form ist Macht die Fähigkeit, Einfluss zu nehmen, Entscheidungen mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Genau diese Fähigkeit ist entscheidend für wirksame Führung – und davon brauchen wir in Organisationen mehr.
Drei zentrale Fragen für Frauen in Führung
Im Führungsalltag sind besonders drei Fragen entscheidend:
Workshop für Frauen in Führung: Macht bewusst einsetzen
Der Workshop machtbewusst und selbstbestimmt – Ein Tag für Frauen in Führung setzt genau hier an. Wir betrachten, wie Macht in Organisationen sichtbar und unsichtbar wirkt, welche Kommunikations- und Führungsmuster sich unterscheiden und wie Sprache genutzt werden kann, um Handlungsspielräume zu öffnen.
Im Zentrum stehen die Erfahrungen der Teilnehmenden:
Datum:
Dienstag, 03. Februar 2026 , 09:00-17:00 Uhr
Ort:
Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck
Anmeldung:
https://hdb.dibk.at/Termine/machtbewusst-und-selbstbestimmt
Anmelde-E-Mail:
hdb.kurse@dibk.at
Mehr Infos hier.
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Kategorie: Workshop
Datum: 07.01.2026

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Der Einfluss der kulturellen Spielregeln auf das Führungsverhalten hat mich beeindruckt. Tolle Gruppe!
Gabriele Strasser-Kreil, MTD - Trainings für Entwicklung und Veränderung
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